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Bericht des Heringsessen der Freie Wähler Lich in Langsdorf 2025

Heringsessen der Freie Wähler Lich in Langsdorf

 

Entsozialisierung der Gesellschaft verhindern

Zum traditionellen politischen Aschermittwoch mit Heringsessen konnte der Vorsitzende der FW Freie Wähler Lich, Sascha Ott, über 50 Teilnehmer in Langsdorf begrüßen. Der Licher Altbürgermeister Bernd Klein, Vorstand des Oberhessischen Diakoniezentrums, gab Einblicke in die Tätigkeitsfelder seiner Organisation und forderte eine grundsätzliche Überarbeitung der Renten- und Pflegeversicherungssysteme in Deutschland. Abgerundet wurde der Abend durch eine Überblich der politischen Arbeit in der Stadt Lich durch den Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler Josef Benner.

Laut Bernd Klein begann die Geschichte der Oberhessischen Diakonie im Jahr 1711 mit der Errichtung eines Armen- und Waisenhauses der gräflichen Familie zu Solms-Laubach. In über drei Jahrhundertenentwickelte sich die Stiftung des bürgerlichen Rechts zu einem modernen Dienstleister im Bereich der Kinderbetreuung, der Pflege und Betreuung von Senioren. Der Stiftungsvorstand Klein verwies dabei auf ein von einer solidarischen und sozial gerechten Gesellschaft geprägtes Leitbild des Diakoniezentrums. In den von der Oberhessischen Diakonie betriebenen Kindertagesstätten werden rund 700 Kinder betreut. Seniorenzentren werden in Laubach, Lich und Hungen unterhalten. Dazu kommen ambulante Pflegeangebote, Essen auf Rädern und Tagesbetreuungen für Pflegbedürftige. „Unsere Dienstleistung braucht ein ausgeklügeltes Logistiksystem. Unsere Tätigkeit in den Kommunen Grünberg, Laubach, Lich, Hungen und Reiskirchen stellt hohe Ansprüche an die Organisation in der Fläche und insbesondere an die 550 Mitarbeiter“, erklärte Klein. Sehr transparentzeigte Bernd Klein die Kostenstrukturen eines Heimplatzes in einer Pflegeeinrichtung auf und stellte die Frage in die Runde, ob auch alle Anwesenden schon für das Alter ausreichend vorgesorgt haben, da die Pflegeversicherung nur rund ein Drittel eines Pflegeplatzes absichere. Je nach Pflegegrad können auf den Betroffenen noch monatliche Beträge zwischen 2.000 und 4.000 Euro zukommen. Beträge, die zunächst aus der Rente und dem Privatvermögen des Patienten und dessen Kindergedeckt werden müssen. „Unsere Erfahrungen zeigen, dass eine Vorsorge in diesem Umfang für viele Menschen in unserer Gesellschaft nicht möglich ist. Deshalb müssen wir das System neu denken“. Im Bundestagswahlkampf hat Bernd Klein das wichtige Thema der Finanzierung von Rente und Pflege vermisst. Seit Jahrzehnten liege das Problem auf dem Tisch, aber es werden keine echten Reformenangepackt, unabhängig davon welche Parteien die Regierung stellen. Nach der Auffassung von Bernd Klein „muss auch zukünftig der Generationenvertrag erfüllt werden. Wir müssen verhindern, dasssich unsere Gesellschaft bei diesem wichtigen Thema entsozialisiert“.

Im Anschluss berichtet der Fraktionsvorsitzende der FW Freie Wähler Lich, Josef Benner, über die derzeitige politische Lage in Lich. Große Sorge bereitet dabei die finanzielle Ausstattung der Kommune. Am Jahresende 2024 habe der Schuldenstand in Lich bei 20 Mio. Euro gelegen. „Angesichts leerer Kassen bei Bund und Land sowie einer lahmenden Wirtschaft und dengeopolitischen Herausforderungen, mit dem Krieg in der Ukraine und einem Präsidenten in den USA, der die erfolgreiche wertebasierte Weltordnung zerstört, werden die Kommunen in den kommenden Jahren vor kaum lösbare finanzielle Probleme gestellt“, betonte Benner in seinen Ausführungen. In Lich sei dies leider bei der Mehrheitsbündnis aus Grüne, BfL und FDP noch nicht angekommen. „Obwohl sich die Bürger in einer repräsentativen Befragung gegen den Ankauf des Waldschwimmbades für 2. Mio. Euro entschieden hatten, wurde der Kauf durchgezogen. Wir Freie Wähler waren die einzige Fraktion die einen Gegenvorschlag unterbreiteten, da das Wertgutachten für die Fläche bei lediglich 250.000 Euro lag.“ Mit Blick auf die anstehende Kommunalwahl im März 2026 machte Benner deutlich, dass sich in der Licher Stadtpolitik einiges ändern müsse. „Das derzeitige Mehrheitsbündnis hat in den vergangenen vier Jahren keine Impulse für eine Weiterentwicklung gesetzt, missachtet die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung, stellt Forderungen bezüglich Verkehrskonzepten auf, die rechtlich nicht durchsetzbar sind und zeigt in den letzten Monaten eine offenen Uneinigkeit bei kostenintensiven Projekten in unserer Stadt.“ Angesichts der wirtschaftlichen Situation in Lich sowie der wichtigen Aufgaben, die Infrastruktur in der kommunalen Daseinsvorsorge fit für die Zukunft zu machen, sei es erforderlich, dass aus der Stadtverordnetenversammlung heraus die richtigen Impulse gesetzt werden und dies gelinge am besten mit einer starken Fraktion der Freien Wähler. „Für uns muss Kommunalpolitik ideologiefrei umgesetzt werden. Mit Sachverstand und dem Willen zur Veränderung sichern wir Freie Wähler eine gute Zukunft für Lich“, betonte Josef Benner abschließend.

Heringsessen FW 2025

V. l. n. r.: Bernd Klein, Vorstand Oberhessisches Diakoniezentrum, Sascha Ott, Vorsitzender Freie Wähler Lich, und Josef Benner, Fraktionsvorsitzender, berichteten im Rahmen despolitischen Aschermittwochs in Langsdorf.
Foto: FW Lich

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